Politik & Welt

Hintergrund: Dossier zum Kirchenasyl

von

Das erste Kirchenasyl in der Bundesrepublik fand 1983 statt. Kirchenasyl heißt, dass Menschen in kirchlichen Räumen Schutz vor Abschiebung finden, damit ihr Fall humanitär geprüft werden kann. Die konkreten Umstände hängen immer auch mit der jeweiligen Rechtslage zusammen.


Laut UN sind 110 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung. Knapp eine Million stellt pro Jahr einen Asylantrag in Europa.

Die meisten Kirchenasyle in Deutschland sind derzeit so genannte „Dublin-Fälle“, also Asylsuchende, die über einen anderen europäischen Staat eingereist sind und daher in Deutschland zunächst keinen Antrag stellen können. Dabei gibt es Fluchtursachen, die nach deutschem Recht als Asylgrund gelten, nicht aber in Italien, Ungarn oder Griechenland. Krankheit oder traumatische Erlebnisse können ebenfalls Gründe sein, weshalb eine Abschiebung inhuman wäre.

Weiterleben. Beim Kirchenasyl zählt das einzelne Leben (Link)

Kirchenasyl- was genau ist das eigentlich? (Link)

Der Verein Maqom berät Kirchengemeinden, die Kirchenasyl organisieren. Ein Interview mit Pfarrerin Anja Harzke Aus dem Vorstand. (Link)

Ein bewahrenswerter Schutzraum - 40 Jahre Kirchenasyl (Link)

Frankfurter Kirchenasyl sind erfolgreich: Mehrere Frankfurter Gemeinden betreuen derzeit Geflüchtete im Kirchenasyl – bei bestimmten Fluchtgründen ist die Aussicht gut. (Link)

Im Frankfurter Rechtshilfekomitee engagieren sich Anwältinnen und Anwälte ehrenamtlich für Flüchtlinge. Helmut Bäcker ist schon seit drei Jahrzehnten dabei. (Link)

Kommentar: Das Kirchenasyl als individueller Schutz muss unbedingt erhalten bleiben (Link)


Autorin